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MissinCat [IT/D]

„In der neuen Single „Mother“ gibt sich Caterina Barbieri a.k.a. MissinCat elektronischer als gewohnt – und das ist verdammt gut.“ – Musikexpress

“‘a little treasure, a part of pop music that we should hear more often; chilling, easy going, things that just make you happy.” – Kaltblut Magazine

Erstaunt möchte man sich bei den ersten Tönen von Forces, der neuen EP von MissinCat die Augen reiben. Aus der einstiegen Verspieltheit der Singer-Songwriterin ist eine ätherische und selbstbewusste Schönheit geworden. Auf den ersten drei Platten der Künstlerin wurden die Songs noch ganz klassisch um ihre Akustikgitarre herum arrangiert. Ganz anders heute: Spröde und kühne Beats ergeben mit Synthesizer, Klavier und einer wavigen Gitarre, die auch The Cure gut zu Gesicht stehen würde, die Eckpfeiler des frischen Klangs von Forces.

Das MissinCat damit genau den richtigen Ton zur richtigen Zeit trifft, mag an der außergewöhnlichen Entstehung liegen: Innerhalb weniger Wochen schloss sich Caterina Barbiere aka MissinCat jeweils mit einem befreundeten Musikern ein, um sich ohne viel nachzudenken gegenseitig die Bälle zuzuspielen. “Forces“ steht wohl vor allem für die Energie, die auf der EP durch diese ungewöhnliche Arbeitsweise entstand. Der Ursprung von „Forces“ liegt in „Made of Stone“, einer Kollaboration mit dem Electronic-Artist Robot Koch.  Diese Kooperation war so magisch, das klar war: auf diese Art können noch mehr außergewöhnliche Songs entstehen. Jeder Song ist eine Kollaboration mit einem anderen Künstler bzw. Künstlerin.

Der Erwartungshaltung, die dieses Tête-à-tête aufbaut, wird Forces mehr als gerecht. Jeder Song ist wie eine Tür in einen anderen, bisher unbekannten Raum: Im Duett mit Charlotte Brandi (Me And My Drummer) ist die Spannung zwischen beiden Künstlerinnen förmlich zu spüren. Die aufgebaute Elektrizität entlädt sich erst ganz zum Schluss von „Melt the Ice“. Ganz anders bei „Luna“, ein Track, der das vorhergehende Aufbrausen wieder zärtlich versöhnt. Hier ist es die Stimme von Eva Milner (Hundreds), die mit Caterina  eine eine imaginäre nächtlichen Flucht zu planen scheint. „You´re the chosen one“, versichert Eva die exzellente Wahl des Partners in Crime. In der Tat weisen sich beide in einem fast märchenhaften Klang gegenseitig den Weg.

Der Track „Mother“ öffnet die Türe zum Club, zusammen mit La Boum Fatale zeigt sich Caterina ungewohnt angriffslustig und offensiv. Zum Heulen schön ist „Made of stone“. Hier ist es die Tragik der tatsächlichen Flucht, aus der Perspektive eines Flüchtenden Paares vor dem Krieg. Auf „Voices“ versucht sich die Sängerin, der Stimme im eigenen Kopf zu stellen, ein aufwühlender Song, zusammen mit dem Ambient-Pianisten Federico Albanese erdacht und produziert. Erstaunlich oft ist Eskapismus das Thema der Songs. Ohne Grund, denn MissinCat klang noch nie so angekommen, mutig und selbstsicher wie auf „Forces“.

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