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Animal House [AUS/UK]

Britpop und Australien… Warum eigentlich nicht?

Die Liverpooler „The Wombats“ zeigen schließlich schon seit einiger Zeit durch die Wahl ihres Bandnamens, das diese beiden Dinge vereinbar sind. Und wenn Leidenschaft, Energie, Sound und Walle-Mähne passen, kann auch aus ein paar australischen Jungs im Handumdrehen eine vielversprechende Britpop-Band werden.

Die Australier „Animal House“ gründeten sich in Bristol zwischen Bars und Studentenpartys und beschlossen schnell, in das Musik-Mekka Brighton umzuziehen. Die ironisch hedonistische Attitüde lässt ihre Wurzeln aus Down Under unverkennbar durchblicken und ist genau das, was die Indie-Musiklandschaft nach Jahren von verkopften Synthie-Sounds und sentimentalen Texten jetzt braucht.

Diese Haltung ist auch auf der modernen Garage-Rock Produktion ihrer ersten EP „Sorry“ (07.04.) wiederzufinden. Die Einflüsse von Bands wie „The Strokes“ oder den frühen „Kings of Leon“ sind unverkennbar und holen die ein oder andere nostalgische Seele in den frühen 2000er Jahren ab. In der ersten energetischen Single „English Girls“ kommt Sänger Will über die Landesgenossinnen seiner Wahlheimat ins Schwärmen:

„These english girls and all of their bestfriends/ keep me dreaming I lived in the weekend”

Animal House singen vom hemmungslosen Feiern und nehmen uns im Musikvideo mit durch das Nachtleben in Brighton. Umringt von leicht bekleideten Mädchen bei Minusgraden und stetig steigendem Alkoholpegel ziehen die gebürtigen Australier durch die Straßen. Spätestens dann steht fest: diese Band hat sich mit England die richtige Wahlheimat ausgesucht. Der treibende Bass in „English Girls“ eignet sich hervorragend zum Tanzen, der ironische Text zum Mitsingen und die Gitarrensounds sorgen für das typische Indie-Feeling. Kurz um: der Song eignet sich hervorragend, um den Alltag hinter sich zu lassen.