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Susie Asado [D]




 

Die Berliner Susie Asado bewegen sich  liebenswert trotzig und sperrig zwischen der Kompromisslosigkeit eines Tom Waits und der eindringlichen Lyrik von Patti Smith, doch diese Vergleiche sind unzureichend, möchte man den eigenständigen Sound der Band in Worte fassen. Verspielt füllt Sängerin Josepha Conrad die Stille im reduzierten Arrangement von stilprägenden Basslinien, Ukulele und Violine mit ihren persönlichen Texten und einem ganz speziellen Humorverständnis. Susie Asado vollbringen das Kunststück allen Tiefgang ihres avantgardistischen Folk-Pop mit einer zauberhaften Leichtfüßigkeit vorzutragen, die ihresgleichen sucht.

 

 

Title: State of Undress (Single)

Release Date:  26.06.2015

  

Ein Basslauf wie in einem alten Detektivfilm, unterlegt von spärlicher Percussion  - viel mehr braucht Sängerin Josepha Conrad nicht, um uns mitzunehmen auf ihren „List-Poem“-Spionagelauf durch die eigene Wunschbiographie voll unerfüllter Träume. Stellvertretend für das gleichnamige Album (VÖ: 21.08.2015) lotet die Single „State of Undress“ die Möglichkeiten musikalischer Reduktion und charmantester Lyrik aus.

Ob der Song nun fünf Strophen und keinen Refrain hat, oder das genaue Gegenteil der Fall ist: eine Rolle spielt das nicht, wenn man Conrad beim Sinnieren darüber begleitet, ob sie lieber Schriftstellerin, Spionin und gute Tochter sein, fliegen können, die Liebe umarmen oder mit dem nächsten Zirkus reisen möchte, ehe sie den Aufzählungs-Ausflug einnehmend verletzlich schließt: „Now I’m down to my underwear and there’s nothing except me and my hair. You can count all the lines that are me, you can see my veins and my banged-up knee“.

Im stilvollen Videoclip, kunstvoll inszeniert von Josephas Schwester, der Fotografin Anja Conrad, erwachen die archetypischen Wunschbilder der Sängerin zu buntem Stillleben, als wandere man durch eine Illustration des Songs.

 

 

Title: State of Undress (Album) 

Relase Date: 21.08.2015

 

Susie Asado ist keine Person.

Susie Asado ist ein Gedicht.

Susie Asado ist eine Band.

Das Spiel mit Namen und Begrifflichkeiten, dem Verschmelzen von Literatur und Musik, dem Auflösen von Innen und Außen zeichnet auch „State of Undress“ aus:

Das neue Album der Berliner transzendiert das titelführende „Entkleiden“ in eine einladend bildhafte Reise durch menschliche und zwischenmenschliche Schichten; stets liebevoll trotzig und sperrig. Songwriterin Josepha Conrad weiß um die Macht der Stille, in der sie ihre eindringlich getexteten Geschichten erzählt, als sei man ganz mit ihr allein. Den verspielten Rahmen dieser minimalistischen Intimität weben stilprägende Bässe, Ukulele, Violine und Klarinette, nur gelegentlich angeschoben von sanfter Percussion, bisweilen in koketter Schräglage und Arrangements, die im Kleinen gerne mal augenzwinkernd Haken schlagen.

Ob der Titelsong „State of Undress“ fast ausschließlich auf einer Basslinie, oder „This is Not Rain“ zerbrechlich auf einer  Handvoll Gitarrennoten balanciert, Reduktion ist das Gebot der Stunde. Einmal führt Josepha Conrad Zwiesprache mit den spärlich aber zielsicher eingesetzten Chören, um sich kurz darauf, in „Under Under“, regelrecht von ihnen durch ihre tiefsinnigen Beobachtungen tragen zu lassen. Dass ihr künstlerischer Background in der amerikanischen Lyrik zu verorten ist, dass Brecht in ihrem erzählerischen Verständnis eine ebenso große Rolle spielt, wie Hildegard Knef, verwundert beim Blick in ihre Texte ganz und gar nicht. In dieser versponnenen Variante von Folk-Pop gehen spezieller Humor und eine tiefe Verneigung vor der Sprache als Instrument munter Hand in Hand. 

Title: This Is Not Rain

Release: 04.12.2015

Konstant auf einer Akustikgitarre gezupfte Akkorde laufen als natürliches aber statisches Element durch das gesamte Lied. Alle anderen Elemente, neben der Stimme, sind synthetisiert. Eine tiefe Kick und eine Snare, die genau den Sound haben, wie man ihn sich von einem Drum-Computer vorstellt, bilden ein langsam wippendes Schlagzeug. Dieser Charme wird auch in den Drum-Rolls mit den analogen Toms weiter unterstützt. Der sehr spät eintretende Sub-Bass drückt unter das Lied und untermischt sich als Klangfläche. Das Hervorheben einzelner Elemente durch Minimalismus funktioniert sehr gut und webt sich sauber in den Flair des Albums. Der Gesang legt sich sanft auf die sentimentale Grundlage des Liedes, besonders im Refrain, wenn sich die einzelne zarte Stimme Josepha Conrads mit einem Chor ausbreitet. Lyrisch bewegt sich Susie Asado in einer Zwiesprache zwischen Strophe und Refrain, zwischen Solo-Gesang und einem Chor wie aus dem Off.

 

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