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Moore Music [F]



Von zwei Franzosen, die auszogen, um die Schönheit des Pop zu finden. moore:music - das sind die beiden Franzosen Patrick Lange und Laurent Dedieu , die sich im Alter von 14 Jahren in Toulouse kennenlernten und seitdem enge Freunde sind. Angezogen von der kreativen Ausstrahlung London’s, entschieden sie sich 1997, ihren Wohnsitz von Toulouse in die englische Metropole zu verlegen. Hier wuchs ihre Faszination für elektronische Musik und sie ließen das klassische Format der vierköpfigen Band, in der zuvor Patrick am Schlagzeug saß und Laurent Gitarre spielte und sang, hinter sich, um sich mit den neuen technischen Möglichkeiten eine eigene virtuelle Band zu schaffen.

Anfang 2000 richteten sie sich ein kleines Studio ein, in dem sie von nun an ihre musikalischen Visionen besser verwirklichen konnten. Beeinflußt von Künstlern des vergangenen Jahrhunderts wie u.a. den Beatles, Ennio Morricone, Serge Gainsbourg oder Burt Bacharach, aber auch von elektronisch geprägter Popmusik der letzten 20 Jahre u.a. von Kraftwerk, Depeche Mode, New Order, Saint Etienne, Air oder Radiohead, machten sie sich an die zwei Jahre dauernde Arbeit zu ihrem Debut-Album “To The Cowboys”. In der Zwischenzeit arbeiteten sie an verschiedenen Remixen, u.a. für Autour de Lucie [Village Verte] und Toma und stellten Songs für verschiedene Compilations, wie z.B. „Rêves Électroniques“ oder „hinterzimmer_POP“ [pr0503cd] zur Verfügung. Sie legten als DJ’s in London auf und traten 2002 live in Cannes im Rahmen des Pantiero Festival neben Acts wie DJ Mehdi oder Telepopmusik auf.

Mittlerweile lebt Patrick in Paris und Laurent kehrte wieder zurück in Toulouse – das Leben in London wurde einfach zu teuer und sechs Jahre reichen dann auch irgendwie. Mit ihrem Debut „To The Cowboys“ zelebrieren Moore:Music eine Kunstform, die in Zeiten von MP3 und Musikdownloads via Internet einen schweren Stand hat und sich zunehmend rechtfertigen muß: Das Album. Auch wenn sich darauf potentielle „Hits“ wie z.B. „Stars Are Burning“ oder „Can’t Get Used To It“ befinden, sind diese immer eingebettet in melancholische Elegien wie z.B. „Alicante“, „Morning Rain“ oder das wunderschöne „Living On The Moon“, welches bisweilen an Radiohead erinnern mag. Dazwischen immer wieder fragile Pop-Zitate und Dekonstruktionen des eben Aufgebauten wie z.B. „Room 5.204“, „Prelude Au Monde Moderne“, „Haha:Music“ oder auch „Cannes“, welches sich in „To The Cowboys Part II“ verliert und schließlich darin ausklingt.

Liest man sich die Texte im Booklet durch, so stellt man fest, daß das Thema der beiden immer wieder die Suche ist: Die Suche nach Wahrheit, nach Sinn, nach Tiefe, nach Freundschaft, nach menschlicher Nähe und vielleicht nach dem Menschen an sich oder dem, was aus ihm geworden ist. Auf jeden Fall haben Moore:Music große Musik geschrieben, die hoffentlich ihre verdiente Beachtung finden wird...

 

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