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Spaceport Orkestra Of Benares



Auf der Jagd nach russischen Soundtracks und sowjetischem Vinyl
pendelt Andreas Kraus jahrelang zwischen seiner bayerischen Bergheimat und seiner damaligen Wohnung am Kosmonauten-Boulevard in St.Petersburg hin und her. Andreas ist zuständig für alle Tasten im Spaceport-Tower. Der Drumcomputer läuft zu selbst eingespielten Percussion-Loops. Ornamentale indische Tonfolgen gehen eine Symbiose mit minimalistischen Basslinien ein. Tabla, Ghatam, Maultrommeln, Kalimba, Vibraphon, Dulcimer, Harmonium, Bandecho und Hallspiralen. Am Studiohimmel hängen Geigen: keine Sammlerstücke - alles wird auch intensivst genutzt.
spaceport ganesha

Das „Orkestra“ braucht in seinem Studio vor allem für eines immer wieder Raum: Bassfrequenzen aus den Urtiefen des Dub, die auch die Fensterscheiben von King Tubby und Prince Far I zum Scheppern gebracht hätten. Dazu ein tiefer Griff in Tobias Ott‘s Sample-Schatzkiste - Resultat musikalischer Expeditionen nach Indien und Afrika. Vor Jahren spielte Tobias als DJ in München übrigens in erster Linie Dancehall-Reggae. Seine Faszination für gebrochene Beats entwickelte sich schließlich in den 80er Jahren nach und nach durch Konzertbesuche von HipHop-Veteranen wie Grandmaster Flash & The Furious Five, Whodini, Kurtis Blow...

Spaceport Orkestra Of Benares machen keinen Allerwelts-Abtanzsound mit modischem Indien-Touch. Das indische Element bei „Spaceport“ hat Substanz: Tobias hat 15 Jahre lang nordindische, hindustanische Klassik (Tabla) bei Shankar Lal studiert. Auf dem Karnataka College of Percussion, Bangalore, bildete er sich in südindischer, karnatischer Klassik (Ghatam) aus. Den Brückenschlag zwischen Benares und Breakbeats kann er bestens erklären: Die 16 Knöpfe seines Analog-Sequencers entsprechen nun mal den 16 Zählzeiten der beliebtesten indischen Tala: Teental.

Ehe Tobias seine weiten musikalischen Umlaufbahnen zog, unter anderem auch am Schlagzeug einer Trip-Metal Band oder bei Embryo, Oregon und Chris Karrer (Amon Düül), spielte er zehn Jahre lang die abendländische Geige. Nicht bloß fahles Zitat mit bisschen Klassikeinschlag: beim Spaceport Orkestra wird der Introitus zu Mozarts Requiem zum neuzeitlichen Tribut an die ersten Helden des Weltraums.

 

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